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HDMI ohne Kabel? Wann macht Wireless HDMI Sinn?

Erstellt am: 05.11.2014 15:50 - Erstellt von: Bernd Bitzer

Fast jedes handelsübliche HDMI-Kabel ist ein sicherer Garant für störungsfreie HDMI-Verbindungen. Wer allerdings viele HDMI-Geräte in Benutzung hat oder Geräte an sehr exponierten Stellen (z.B. Beamer an der Decke) verwendet, ist unter Umständen mit Wireless-HDMI besser beraten. Worauf bei Wireless-HDMI zu achten ist wollen wir Euch im Folgenden näherbringen.

Was ist Wireless HDMI?

Wie der Name vermuten lässt, ist Wireless HDMI nichts anderes als HDMI per Funk- übertragung. Da auch moderne Fernseher normalerweise nicht über einen integrierten Empfänger für Wireless HDMI verfügen, wird für jede Art von HDMI-Drahtlosübertragung eine Sender- und eine Emfängereinheit benötigt.

Welche Arten von Drahtlos-HDMI gibt es?

Kabellose Lösungen, die ausschließlich für HDMI-Verbindungen gedacht werden meist unter dem Namen WHDI oder WIHD vertrieben:

WHDI (Wireless Home Digital Interface):
Geräte dieses Typs sind ideal fürs eigene Heimkino. Mit WHDI können HD-Videos mit 1080p kabellos von Receiver, Blu-Ray-Player oder Spielekonsole zum TV oder Beamer übertragen werden. Der Vorteil von WHDI gegenüber Wireless HD ist die große Übertragungsdistanz (bis zu 20 Meter).

WIHD (Wireless HD):
Geräte die unter den Namen „Wireless HD“ fallen, arbeiten anders als WHDI-Geräte (welche den 5 Ghz-Bereich nutzen), im hochfrequenten Bereich (60Hz). Daraus ergibt sich im Vergleich zu 5 Ghz-Geräten eine größere Datenübertragungsrate. Blu-Rays in 3D abzuspielen ist für diesen Standard also kein Problem. Dieser Vorteil geht allerdings zu Lasten der maximalen Übertragungsreichweite. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von hochfrequenten Signalen ist die Reichweite auf 10 Meter (bei absolut freiem „Sichtfeld“) begrenzt.

  Wireless HDMI Extender wie der (WHD100-V2) von PureLink überragen HDMI auf bis zu 20 Meter

Wireless HDMI Extender (WHD100-V2)
Wer auf größere Entfernungen oder durch eine Wand eine drahtlose HDMI-Verbindung herstellen will, ist mit WHDI also besser bedient, muss aber auf Auflösungen jenseits von 1080p verzichten. Beide Standards funktionieren mit dem Prinzip Plug & Play.

Neben diesen beiden Standards gibt es noch andere kabellose Übertragungsstandards die oft unter dem Namen „Wireless HDMI“ verkauft werden, im Endeffekt aber eher in die Kategorie „erweiterter Bildschirm“ passen. Drahtlosverbindungen die WLAN bzw. WiFi nutzen (z.B. der offene Standard Miracast) sind durchaus geeignet um Bild-, Video- und Tonsignale über kurze Distanzen vom Smartphone oder Laptop auf den TV zu übertragen bzw. zu „spiegeln“.
Für „klassische“ HDMI-Verbindungen, bzw. Verbindungen über große Distanzen (etwa vom Receiver zum Beamer an der Decke) ist man mit Wireless HD bzw. WHDI auf jeden Fall weiterhin gut bedient.

Wann ist HDMI via Drahtlosverbindung sinnvoll?

Wireless HDMI lohnt sich immer dann, wenn sich die Kabelverlegung äußerst umständlich gestaltet, oder gar nicht umsetzbar ist. Das ist etwa der Fall, wenn ein HDMI-Kabel durch eine Wand hindurch, quer durch den Raum oder gar bis an die Decke verlegt werden muss. Neben diesen praktischen Gründen ist Wireless HDMI sicherlich auch für den einen oder anderen Heimkinobesitzer interessant, der besonderen Wert auf eine schöne und unauffällige Optik seiner Multimediageräte legt.

Vorteile von Wireless HDMI:

  • Perfekt für HDMI-Geräte an schwer erreichbaren Stellen (z.B. Beamer)
  • Optisch unauffällig, kein Kabelsalat etc.
  • Zubehör wie Kabelclips, Kabelschläuche oder Wanddosen werden nicht benötigt

Nachteile von Wireless HDMI:

  • Vergleichsweise teuer
  • Beschränkte Reichweite
  • Je nach Standard anfällig gegenüber Hindernissen
  • Signale kommen mit einer geringen Verzögerung (Latenz) an

In Bezug auf Funktion und Anschaffungskosten ist man mit einem HDMI-Kabel also nach wie vor besser bedient. Einmal eingesteckt muss man sich im Normalfall um Verbindungs- probleme keinerlei Sorgen machen. HDMI-Verbindungen mit Kabel sind weniger störanfällig und verfügen meist über eine größere Datentransferrate. Auch in puncto Geschwindigkeit sind Kabel den drahtlosen Pendants noch einen Schritt voraus. Die Latenz, mit der die Video- bzw. Bildsignale am TV ankommen ist zwar meist sehr gering und für HD-Filme und Co völlig unbedenklich, wer Wireless HDMI zum Online-Spielen mit Xbox oder Playstation verwenden will, könnte die Verzögerungen aber durchaus als störend empfinden.

HighSpeed HDMI-Kabel: Nach wie vor ein Garant für sichere und schnelle HDMI-Verbindungen

Sentivus HDMI Kabel (HighSpeed)
Wer partout keine Kabel verwenden möchte, kann HDMI auch ohne Kabel problemlos übertragen. Auf kurze Distanzen sind hierfür Wireless HD Transmitter eine gute Wahl. Auf größere Distanzen (bzw. wenn das Funksignal Hindernisse überwinden muss)  sollte auf einen WHDI Adapter zurückgegriffen werden.

Tipp:

  • Ausführliche Infos zur HDMI-Schnittstelle allgemein gibt es hier
  • Wireless HDMI Extender vom Markenhersteller PureLink (bei freier Sicht auf bis zu 20m verwendbar)


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