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Hintergrundwissen zu DisplayPort

DisplayPort ist eine PC-Schnittstelle, die den Anschluss von Displaygeräten ermöglicht. Mit Hilfe von DisplayPort lassen sich Audio- und Videosignale zwischen einem Eingabegerät – Computer bzw. Grafikkarte – und einem Ausgabegerät – Monitor, DVD-Player etc. – übertragen. „DisplayPort“ bezeichnet das gesamte System von Schnittstelle, Stecker, Kabel und Buchse.

Das System wurde von VESA entwickelt und ab April 2007 mit der Version 1.1 auf den Markt gebracht. Die ursprüngliche Idee dieser Erfindung war es, die Technologie hinter der Bildübertragung zu optimieren und das Anschlusssystem zu vereinfachen, um eine flexible Handhabung vor allem mit kleineren, tragbaren Geräten zu gewährleisten.

Vorteile:

DisplayPort wartet zunächst einmal mit einer besseren Performance auf als die DVI-Technologie. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei verbesserter Technologie Stecker und Buchsen kleiner und praktischer geworden sind, so dass sich der Gebrauch mit kleineren, tragbaren Geräten handlicher gestaltet. Dieser Anschlusstypus hält zudem noch andere Möglichkeiten zur technischen Erweiterung für abbildende Geräte wie Monitore, Projektoren und HDTVs bereit. So kann ein Anschluss universell für alle erdenklichen Funktionen genutzt werden.

Jedes Display-Panel ist außerdem via DisplayPort direkt ansteuerbar (Direct Drive), wodurch kein Schnittstellen-Controller im Display mehr benötigt wird, wie bei einem reinen digitalen Monitor. Der Display-Controller empfängt die Signale direkt aus der Grafikkarte.

Nachteile:

DisplayPort ist nicht direkt elektrisch kompatibel mit VGA, DVI und HDMI.

Auflösung:

Mit DisplayPort können 60 Bilder pro Sekunde mit einer Auflösung von bis zu 8192×4320 Pixel auf dem Wiedergabegerät abgebildet werden.
Es bietet die Option, entweder zwei 4K Monitore anzuschließen oder ein 4K 3D Signal zu übertragen. Wird ein 8K-Display verwendet, überträgt DisplayPort die Signale mittels komprimierter Daten.

  • Auflösung max. bei 2D-Videos: 7680 × 4320 Pixel (16:9)* oder 8192 × 4320 Pixel (17:9)*
  • Auflösung max. bei 3D-Videos: 3.840 x 2.160 Pixel
  • Bandbreite pro Kanal: 8.1 Gbps
  • Bandbreite gesamt: 29- 32,4 Gbps*
Praxistipp:
Kommt es beim Anschluss eines zweiten Monitors unter Windows zu Problemen mit der Auflösung, helfen meißt wenige Klicks, um den Fehler zu beheben. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop, wählen Sie den Reiter Bildschirmauflösung und passen Sie die Auflösung des zweiten Monitors manuell an. Wird dort überhaupt kein zweiter Monitor erkannt, sollten Sie zunächst die Steckverbindungen kontrollieren. Schafft auch das keine Abhilfe, ist es oft hilfreich, die neuesten Treiber für die PC-Grafikkarte zu installieren. 

Datenübertragung:

DisplayPort überträgt paketierte Daten, genau wie Ethernet, USB und PCI Express. Es ermöglicht sowohl interne als auch externe Displayverbindungen. Das DisplayPort-Protokoll versendet kleine Datenpakete, sogenannte „micro packets“, die ein Taktsignal in den Datenfluss einbetten. So wird eine geringere Anzahl an Anschlüssen benötigt – aber gleichzeitig eine höhere Auflösung ermöglicht! Unabhängig voneinander können Audio- und Videosignale übertragen werden.
Daten werden ohne Taktleitung kodiert und die Pixel werden punkt-zu-punkt übertragen (8-zu-10-Bit-Kodierung)– jedes Signal über einen der 4 oder 2 Kanäle.
Der plug-and-play AUX-Kanal überträgt Signale in beide Richtungen und in Halbduplex-Verfahren, z.B. Kontrolldaten für die Hauptverbindung, wie VESA EDID, MCCS und DPMS. Desweiteren unterstützt er USB- und CEC- Funktion (Consumer Electronics Control). Er gibt z.B. die Daten des Displays wieder und bietet mit 100 Mbit/s Kapazitäten, um darin die Daten einer Webcam, eines Mikrofons oder eines Lautsprechers wiederzugeben.

Übertragungsgeschwindigkeit:  Bitrate pro Kanal: 8,1 Gbps Bandbreite entsprechend 810 MHz Symbolrate

  • 1 Leitung: 810 MByte/s (6,48 GBit/s): reicht aus für 1600×1200 oder 1920×1200
  • 2 Leitungen: 1620 MByte/s (12,80 GBit/s): reicht aus für 3072×1920 oder 2560×1600
  • 4 Leitungen: 3240 MByte/s (19,20 GBit/s): reicht aus für 3840×2400 oder 4096×2560

Schnittstelle, Stecker und Leitung:

Der DisplayPort-Anschluss ist kleiner als der DVI-Anschluss und verfügt über einen Mechanismus zur Verriegelung des Steckers in der Buchse, der einem ungewollten Herausrutschen aus der Buchse vorbeugt. Um die volle Bandbreite von 10,8 GBit/s zu erzielen, sind hochwertige DisplayPort-Kabel von Nöten.

Praxistipp
Wer seinen PC dauerhaft an einen zweiten Monitor, einen TV oder Beamer gekoppelt hat, kann auf eine komfortable Tastenkombination von Windows 7 bzw. Windows 8 zurückgreifen: Mit der Tastenkombination "Windowstaste + P" können mit nur einem Klick, Beamer-, TV- und PC-Bild aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Kompatibilität:

DisplayPort ist (elektrisch) kompatibel mit allen anderen Schnittstellen. Mit passenden DisplayPort Adaptern werden HDMI, DVI, Dual-Link DVI und VGA-Displays unterstützt.
DisplayPort unterstützt DVI und HDMI, jedoch werden Adapter für die elektrische Signalumwandlung von TMDS (DVI/HDMI) auf LVDS (DisplayPort) notwendig. Ob das angeschlossene Gerät DisplayPort hat  wird direkt von der Grafikkarte erkannt. Dementsprechend und in dem jeweiligen Format entsendet sie dann ihre Signale. Z.B. löst ein Adapter auf HDMI in der Grafikkarte HDMI-Signale aus.
Für die Umwandlung von Single-Link DVI und HDMI wird demnach ein passiver Adapter benötigt, während man für Dual-Link DVI und analoges VGA einen aktiven Adapter braucht, der für Bildgeber als Signalsenker und für Bildempfänger als Signalverstärker funktioniert. DisplayPort funktioniert plug-and-play (ohne weiteres Dazutun) und mit Displays in der Größe von 30 Zoll – und zwar ohne Verzögerungen oder Störungen.

Verschlüsselungsverfahren:

  • HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection)
  • DisplayPort Content Protection (DPCP)

 

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