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Tipps zu HDMI , HDMI-Kabeln und den versch. Steckertypen

Was bedeutet HDMI?

HDMI (High Definition Multimedia Interface) ist eine Schnittstelle in der Unterhaltungselektronik und überträgt volldigitale Audio- und Videosignale. Die HDMI-Schnittstelle hat sich seit ihrer Einführung (im Jahr 2003) fest in der Elektronikwelt etabliert und findet sich an fast jedem Gerätetyp im Bereich Unterhaltungselektronik b (z.B. Fernseher, Blu-ray-Player, Notebook, Playstation 3 und 4, sowie Xbox 360, bzw. Xbox One).

 

Unterschiede zwischen den verschiedenen HDMI Versionen

Die HDMI Schnittstelle wurde seit der Version 1.0 ständig weiterentwickelt. Mit jeder neuen HDMI-Version kamen neue Funktionen (wie z.B. der Ethernet Kanal) zur digitalen Schnittstelle hinzu und alte Funktionen wurden verbessert. So wurden etwa die unterstützten Videoformate immer besser bzw. hochauflösender. Auch die Zahl der unterstützten Tonformate wurde immer größer. Die aktuelle Version von HDMI ist 2.0. Im Folgenden werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen kurz vorgestellt:

Video-Auflösungen der einzelnen HDMI Versionen:

  • HDMI 1.0 / 1.1 / 1.2 / 1.2a: maximales Videoformat: 1080p (60 Hz)
  • HDMI 1.3 / 1.3a,b,c: maximales Videoformat: 1440p (60 Hz)
  • HDMI 1.4 / 1.4a: maximales Videoformat: 2160p (24 Hz) / 1080p (24Hz) 3D
  • HDMI 2.0: maximales Videoformat: 2160p (24 Hz) / 1080p (48Hz) 3D

HDMI Tonübertragung - Features der verschiedenen Versionen:

Über HDMI Ton zu übertragen ist seit Version 1.0 möglich. Mit den neuen Versionen von HDMI wurden jedoch immer mehr Tonformate unterstützt.

  • HDMI 1.0: PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG
  • HDMI 1.1: PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio
  • HDMI 1.2 / 1.2a: PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio, SACD
  • HDMI 1.3 / 1.3a,b,c / 1.4 / 1.4a: PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio, SACD, Dolby Digital Plus, TrueHD, dts-HD
  • HDMI 2.0: PCM, Dolby Digital, DTS, MPEG, DVD-Audio, SACD, Dolby Digital Plus, TrueHD, dts-HD, 32 Kanal-Audio, 1536 kHz Abtastrate

Sonstige wichtige Entwicklungen:

  • Ab HDMI 1.4: Ethernet Kanal und Audio Return Channel werden unterstützt
  • Ab HDMI 1.4a: einheitliche 3D-Standards


Kompatibilität zwischen verschiedenen HDMI-Versionen:

Die gute Nachricht für Verbraucher ist, dass HDMI komplett abwärts kompatibel ist. Das bedeutet, dass Geräte mit verschiedenen HDMI-Versionen problemlos kombiniert werden können. Allerdings muss beachtet werden, dass beim Anschluss von Geräten mit verschiedenen HDMI-Versionen, immer nur die Funktionen der ältesten (angeschlossenen) HDMI-Version bei der Übertragung greifen!

So kann z.B. ein Blu-ray-Player mit HDMI 1.4a zwar problemlos an einen TV mit HDMI 1.3 angeschlossen werden, auf die Features von HDMI 1.4a (z.B. die 3D-Standards) muss jedoch verzichtet werden.

Praxistipp:
Achten Sie sich beim Kauf eines neuen Gerätes nicht nur auf die angegebene HDMI Version, sondern auch auf die technischen Daten des Gerätes. Die angegebene HDMI-Version wird nicht immer voll ausgenutzt! So kann es z.B. vorkommen, dass ein TV mit HDMI 2.0 kein 3D unterstützt, obwohl 3D-Standards bereits seit HDMI 1.4 übertragen werden können.

HDMI Steckertypen

Neben den Unterschieden zwischen den einzelnen Versionen, gibt es auch in Bezug auf den HDMI Stecker Unterschiede:

  • HDMI Stecker Typ A (Standardgröße)
  • HDMI Stecker TYP C (Mini)
  • HDMI Stecker TYP D (Micro)

Die verschiedenen Steckertypen unterscheiden sich lediglich in Bezug auf Ihre Maße. Bezüglich der Leistungsdaten gibt es also keinerlei Unterschiede zwischen einem Mini-HDMI-Kabel und einem Micro-HDMI-Kabel. Die verschieden großen Stecker können beliebig miteinander kombiniert werden. Beim Kauf von HDMI-Kabeln für Ihre Geräte müssen Sie lediglich beachten, welche Steckertypen an Ihrer Hardware vorhanden sind.

HDMI Typ A Stecker sind der geläufigste Typ und etwa an vielen AV-Receivern, Blu-ray-Playern, HD-TVs  oder PC-Grafikkarten zu finden. HDMI Typ C Stecker (Mini) und HDMI Typ D (Micro) finden sich hauptsächlich an mobilen Geräten wie Digitalkameras, Camcordern oder Tablets.


HDMI Kabel - worauf muss geachtet werden?

Signalübertragung

HDMI kann mittlerweile alle gängigen digitalen Audio- und Videoformate auf Displays übertragen. Bis HDMI 1.3 betrug die Übertragungsgeschwindigkeit 3,96 Gbit/s, mit HDMI 1.3 stieg die maximale Übertragungsrate auf 8,16 Gbit/s an. Seit HDMI 2.0 beträgt die Übertragungsrate 14,4 Gbit/s.

Kabeltypen

Bei HDMI Kabeln gibt es zahlreiche Unterschiede. So gibt es verschiedene Kennzeichnungen, die beim Verkauf von HDMI Anschlusskabeln zur Anwendung kommen. Für den Heimkino- und Multimediabereich sind vier verschiedene Kennzeichnungen relevant:

  • HDMI-Standard Speed: Die sogenannten Standard Speed HDMI Kabel können Bildsignale bis 1080i bzw. 720p übertragen (mit einer Frequenz von 75 Mhz). Die maximale Datenübertragungsrate beträgt 3,96 Gbit/s (ideal für normale Heimkino- und Multimediaansprüche)
  • HDMI-Standard Speed with Ethernet: Diese Kabel sind hinsichtlich der Leistungsdaten mit dem HDMI-Standardkabel identisch. Allerdings verfügen sie über einen zusätzlichen Ethernet Kanal, der Netzwerkverbindungen ermöglicht
  • HDMI-High Speed: High Speed HDMI Kabel können Bildsignale bis 2160p übertragen ( 340 Mhz Frequenz). Die Datenübertragungsrate beträgt max. 14,4 Gbit/s. High Speed Kabel verfügen darüber hinaus über einen Audio-Return-Channel (ARC) (ideal für hohe Heimkino- und Multimediaansprüche wie z.B. Full HD 3D, 4k oder Deep Color)
  • HDMI-High Speed with Ethernet: Hinsichtlich der Leistungsdaten sind Kabel mit dieser Kennzeichnung mit dem HDMI-High Speed Kabel identisch. Sie verfügen jedoch über einen zusätzlichen Ethernet Kanal, der Netzwerkverbindungen ermöglicht.

HDMI Kabellänge und etwaige Probleme

Ein HDMI Kabel wird nicht erkannt oder Sie haben trotz neuem HDMI Kabel kein Ton-Signal? Die Leistung bei der Signalübertragung ist maßgeblich von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen spielt die Signalstärke des Sendegeräts, bzw. die Signalverarbeitung des Abspielgerätes eine große Rolle (von Gerät zu Gerät unterschiedlich). Gute Signalstärken liefern z.B. Blu-ray-Player oder hochwertige Grafikkarten. Schwächere Signalstärken finden sich oft bei Multimedia-Festplatten oder Laptops. Zum Anderen spielt die Art bzw. die Qualität des Kabels (Standard Speed oder High Speed, Vollkupfer oder nur kupferbeschichtet) bei der Signalübertragungen (vor allem bei großen Distanzen) eine Rolle.
Bei Kabellängen bis 10m sollten im Normalfall aber keine Probleme mit der Signalübertragung auftreten. Dieser grobe Richtwert kann jedoch, je nach Gerät und Kabel, stark variieren.
Anzeichen für eine zu schwache Signalstärke sind Pixelfehler (bei einzelnen Bildpunkten oder bei ganzen Pixelreihen), oder ein komplett schwarzer Bildschirm.

Praxistipp
Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihr HDMI-Kabel defekt oder ein zu schwaches HDMI-Signal Ursache für Probleme bei der Bilddarstellung ist, kann es sinnvoll sein, Testweise die Auflösung am TV zu reduzieren (z.B. auf 720p). Erhalten Sie jetzt ein klares Bild, ist das Signal eindeutig zu schwach für 1080p.

Wer mittlere bis große Strecken überbrücken muss, kann auf folgende Verbindungsmöglichkeiten zurückgreifen:

  • Passive HDMI-Kabel: Bei hochwertigen Kabeln sind mit normalen HDMI-Kabeln Distanzen bis zu 20m möglich
  • Aktive HDMI-Kabel: Aktive HDMI Kabel beinhalten einen integrierten Signalverstärker und sind ungefähr bis 40m einsetzbar
  • HDMI-Repeater: Repeater bzw. HDMI Signalverstärker können zwei HDMI-Kabel zu einem langen Kabel verbinden (bis 40m sinnvoll einsetzbar)
  • HDMI-Extender: Diese Geräte können HDMI-Signale mittels Netzwerkkabel auf über 100m übertragen
  • Wireless HDMI: Drahtlos HDMI ist die kabellose Lösung für HDMI-Verbindungen (je nach Positionierung auf 10-25m sinnvoll einsetzbar)

 

Kompatibilität von HDMI, DVI und DisplayPort

HDMI ist komplett abwärtskompatibel zu DVI-D und DVI-I. Um ein HDMI-Gerät mit einem DVI-D bzw. DVI-I Gerät zu verbinden ist lediglich ein entsprechender HDMI DVI Adapter bzw. ein DVI auf HDMI Adapterkabel notwendig.
Standardmäßig überträgt DVI keinen Ton, sondern nur Video-Signale (auch das Umwandeln in HDMI schafft dabei keine Abhilfe). Einige wenige Geräte übertragen jedoch auch über die DVI-Buchse Tonsignale (nähere Infos hierzu finden Sie in unserem Blogartikel zum Thema DVI und Ton.

Ab und an kann es jedoch zu Kompatibilitätsproblemen zwischen HDMI und DVI kommen. Problematisch sind häufig Geräte mit sog. adaptierten DVI-Eingängen (vor allem an älteren Plasma- und LCD-Bildschirmen zu finden). Diese DVI-Eingänge können nur RGB-Computersignale verarbeiten und stellen Farbtöne (z.B. von Blu-rays) nicht richtig dar.
Ebenfalls problematisch wird es, wenn ein HDCP gesichertes Gerät an ein nicht-HDCP fähiges Gerät angeschlossen wird – hier kommt im schlimmsten Fall überhaupt kein Bild zu Stande.

Auch DisplayPort-, Mini Displayport- und VGA-Geräte können an HDMI-Geräte angeschlossen werden. Hierfür werden spezielle Wandler (Konverter) benötigt, die das eine Signal ins andere übersetzen. So können Sie z.B. mit Hilfe eines Mini Displayport zu HDMI Wandlers, Ihr Apple-Gerät mit Mini Displayportanschluss an Ihren TV mit HDMI Anschluss anschließen.

Praxistipp
Haben Sie Probleme mit HDCP gesicherten Verbindungen, kann es helfen, die Kabelstecker in der Buchse leicht hin und her zu bewegen. Bei billigen Geräten ist häufig nur der Kontakt innerhalb der Buchsen schlecht, was sich besonders auf die zeitkritische HDCP-Verschlüsselung auswirkt.

 

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